Der Mathematik-Garten
an einer Schule in Süddeutschland
Was ist überhaupt ein Mathematik-Garten?
Es ist ein Ort unter freiem Himmel mit Objekten, die zu mathematischen
Fragestellungen und deren Beantwortung animieren. Lage, Ausmaß,
Anordnung, Material und Konstruktion der ausgestellten Objekte sowie
Begehbarkeit der Anlage haben Bedeutung und sollen folgenden Aspekten
genügen:
Darstellung tiefer mathematischer Wahrheiten und Gesetzmäßigkeiten
Ohne an den "hässlichen" Formalismus grauenvoll
erlebter Mathestunden zu erinnern sollen Ordnungsprinzipien und
Muster des Kosmos erfahrbar werden.
"Mehrkanalige" Wahrnehmung und Erfahrbarkeit
Möglichst viele Kanäle der Wahrnehmung, auch selten
benutzte wie Berührung und Sich-umgeben-fühlen mit den
Objekten, sollen angeregt werden.
Erforschbarkeit und Beschreibbarkeit auf unterschiedlichem Niveau
Von der Kunst des Abzählens bis in die analytische Geometrie
reicht das Spektrum.
Künstlerisch ästhetische Gesichtspunkte
Eine der wichtigsten mathematischen Qualitäten ist, dass
es "gut aussieht".
Kulturhistorische und fachübergreifende Dimension
Die isolierte Stellung der Mathematik als trockene "Fachidiotendisziplin"
wird gesprengt.
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